Inhouse-Team vs. Präsentationsagentur – Was lohnt sich für Ihr Unternehmen?

Inhouse-Design-Team oder Präsentationsagentur? Vergleich von Kosten, Qualität, Flexibilität und Skalierbarkeit für die professionelle Präsentationserstellung.

Vergleich zwischen internem Designteam und externer Präsentationsagentur

Was ist der Unterschied zwischen Inhouse-Erstellung und Agentur-Beauftragung?

Die Inhouse-Erstellung von Präsentationen bedeutet, dass ein internes Team – sei es ein dedizierter Präsentationsdesigner, ein Marketing-Team oder eine Kommunikationsabteilung – alle Präsentationen innerhalb des Unternehmens erstellt. Die Agentur-Beauftragung lagert diese Arbeit an eine externe, spezialisierte Präsentationsagentur aus. Beide Modelle haben wirtschaftliche und qualitative Vor- und Nachteile, die von der Unternehmensgröße, dem Präsentationsvolumen und den Qualitätsansprüchen abhängen.

Die Frage „Inhouse oder Agentur?” stellt sich für die meisten Unternehmen früher oder später. Wir beleuchten beide Seiten ehrlich – auch wenn wir als Agentur natürlich eine Perspektive haben.

Kostenvergleich zwischen Inhouse-Team und Agentur mit Taschenrechner und Kalkulation

Kostenvergleich: Die ehrliche Rechnung

Inhouse-Kosten (jährlich)

KostenfaktorEin DesignerKleines Team (3 Personen)
Gehälter (brutto)50.000–65.000 EUR150.000–195.000 EUR
Arbeitgebernebenkosten (~30 %)15.000–19.500 EUR45.000–58.500 EUR
Equipment (Hardware, Software)3.000–5.000 EUR9.000–15.000 EUR
Weiterbildung2.000–4.000 EUR6.000–12.000 EUR
Bürokosten (anteilig)6.000–10.000 EUR18.000–30.000 EUR
Management-Overhead5.000–8.000 EUR15.000–24.000 EUR
Gesamtkosten/Jahr81.000–111.500 EUR243.000–334.500 EUR
Pro Monat6.750–9.300 EUR20.250–27.875 EUR

Agentur-Kosten (jährlich, bei vergleichbarem Output)

ModellMonatliche KostenJährliche Kosten
Projektbasiert (2–3 Projekte/Monat)4.000–10.000 EUR48.000–120.000 EUR
Retainer (20 Stunden/Monat)3.000–5.000 EUR36.000–60.000 EUR
Retainer (40 Stunden/Monat)5.000–9.000 EUR60.000–108.000 EUR
Premium-Retainer (80 Stunden/Monat)9.000–16.000 EUR108.000–192.000 EUR

Break-Even-Analyse

Der Break-Even-Punkt, ab dem ein Inhouse-Designer günstiger wird als eine Agentur, liegt typischerweise bei:

  • Ohne strategische Beratung: ca. 25–35 Stunden Agenturarbeit pro Monat
  • Mit strategischer Beratung: ca. 40–50 Stunden pro Monat
  • Bei Premium-Qualitätsanspruch: ca. 50–60 Stunden pro Monat

Übersetzt in Projekte: Wenn Sie mehr als 4–6 vollständige Präsentationen (à 25 Folien) pro Monat benötigen, kann sich ein Inhouse-Designer rechnen – vorausgesetzt, Sie finden jemanden mit der richtigen Qualifikation.

Qualitätsvergleich

Vorteile Inhouse

  1. Tiefes Unternehmensverständnis: Ein interner Designer kennt die Produkte, die Kultur und die internen Abläufe
  2. Schnelle Verfügbarkeit: Kein Briefing-Prozess, keine Wartezeiten
  3. Direkte Kommunikation: Kurze Wege, schnelles Feedback, informelle Abstimmung
  4. Vertraulichkeit: Sensible Daten bleiben im Unternehmen
  5. Kulturelle Passung: Der Designer spricht die Sprache des Unternehmens

Vorteile Agentur

  1. Breitere Expertise: Ein Agenturteam bringt Erfahrung aus dutzenden Branchen und hunderten Projekten mit
  2. Frische Perspektive: Externe sehen Dinge, die Interne nicht mehr wahrnehmen
  3. Skalierbarkeit: Bei Spitzenlasten können mehrere Designer parallel arbeiten
  4. Spezialisierung: Separate Experten für Design, Text, Strategie, Animation
  5. Qualitätssicherung: 4-Augen-Prinzip und strukturierte Review-Prozesse
  6. Kein Ausfallrisiko: Bei Krankheit oder Urlaub springt ein anderer Designer ein

Der blinde Fleck: Inhouse-Betriebsblindheit

Ein häufig unterschätztes Problem bei der Inhouse-Erstellung ist die Betriebsblindheit. Ein interner Designer, der jahrelang dieselben Firmenfarben, dieselben Vorlagen und dieselben Inhalte bearbeitet, verliert mit der Zeit den frischen Blick. Externe Agenturen bringen regelmäßig neue Ideen, Trends und Best Practices aus anderen Projekten ein.

Flexibilität und Skalierbarkeit

Das Kapazitätsproblem beim Inhouse-Modell

Ein einzelner Inhouse-Designer hat eine feste Kapazität: ca. 1.600 produktive Stunden pro Jahr. In der Praxis bedeutet das:

  • Regulärer Modus: 3–4 Präsentationen pro Monat bei mittlerer Komplexität
  • Spitzenmodus: 5–6 Präsentationen pro Monat (mit Qualitätseinbußen)
  • Kapazitätsgrenze: Ab 6+ parallelen Projekten entstehen Engpässe

Was passiert, wenn plötzlich drei Vorstände gleichzeitig Präsentationen brauchen? Oder wenn ein wichtiger Pitch in drei Tagen ansteht, aber der Designer schon in einem anderen Projekt steckt? Inhouse-Teams haben keine Puffer.

Die Agentur-Lösung für Spitzenlasten

Eine Agentur kann Kapazität flexibel hoch- und herunterfahren. Bei einem Retainer-Modell haben Sie eine Grundkapazität, können aber bei Bedarf zusätzliche Ressourcen buchen. Das ist wirtschaftlicher als Personal für Spitzenlasten vorzuhalten.

Hybridmodelle: Das Beste aus beiden Welten

In der Praxis hat sich ein Hybridmodell bewährt:

Modell 1: Inhouse-Basis + Agentur für Spezialfälle

  • Inhouse: Routine-Präsentationen, interne Updates, Vorlagen-Pflege
  • Agentur: Strategisch wichtige Präsentationen, Keynotes, Pitch Decks

Modell 2: Inhouse-Koordination + Agentur-Produktion

  • Inhouse: Ein Marketing-Manager koordiniert alle Präsentationsprojekte
  • Agentur: Übernimmt die komplette Design-Produktion

Modell 3: Agentur-geführtes Brand-System + Inhouse-Nutzung

  • Agentur: Entwickelt das Präsentations-Design-System und Templates
  • Inhouse: Mitarbeiter erstellen auf Basis der Templates eigenständig Präsentationen
  • Agentur: Wird für komplexe Einzelprojekte hinzugezogen

Entscheidungshilfe

KriteriumInhouse empfohlenAgentur empfohlen
PräsentationsvolumenHoch (150+ Folien/Monat)Niedrig bis mittel
BudgetAb 80.000 EUR/JahrFlexibel (ab 3.000 EUR/Monat)
QualitätsanspruchStandard bis hochHoch bis premium
VertraulichkeitSehr hoch (z. B. M&A)Normal bis hoch
SkalierbarkeitVorhersehbarer BedarfSchwankender Bedarf
UnternehmensgrößeAb 500 Mitarbeiter10–5.000 Mitarbeiter
BrancheSchnell-drehendes BusinessProjekt-getriebenes Business

Fazit

Es gibt keine pauschal richtige Antwort. Große Unternehmen mit konstantem Präsentationsbedarf profitieren von einem Inhouse-Team, das die Unternehmenskultur lebt und jederzeit verfügbar ist. Mittelständische Unternehmen mit schwankendem Bedarf fahren mit einem Agentur-Retainer oft besser, weil sie Flexibilität gewinnen, ohne Fixkosten für Personal zu tragen.

Die wirtschaftlichste Lösung ist häufig ein Hybridmodell: Eine schlanke Inhouse-Koordination, ein professionelles Template-System und eine spezialisierte Präsentationsagentur für alles, was über die Routine hinausgeht.

Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung, welches Modell zu Ihrem Unternehmen passt.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Ab wie vielen Präsentationen pro Monat lohnt sich ein Inhouse-Designer?
Als Faustregel: Ab 8–10 Präsentationen pro Monat (oder 150+ Folien) kann sich ein dedizierter Inhouse-Designer rechnen. Darunter ist eine Agentur oder ein fester Freelancer oft wirtschaftlicher. Bedenken Sie aber, dass ein einzelner Inhouse-Designer kein komplettes Agentur-Team ersetzen kann.
Kann eine Agentur unser Corporate Design genauso gut umsetzen wie ein internes Team?
Ja, wenn das Onboarding gut ist. Professionelle Agenturen investieren zu Beginn Zeit in das Verständnis Ihres Corporate Designs und legen Brand Guidelines, Templates und Style Guides an. Nach dem Onboarding liefern gute Agenturen Corporate-Design-konforme Ergebnisse auf dem Niveau eines internen Teams – oft sogar besser, weil sie mehr Design-Expertise haben.
Was kostet ein Inhouse-Präsentationsdesigner?
Ein erfahrener Präsentationsdesigner kostet in Deutschland 45.000–65.000 EUR Bruttojahresgehalt. Mit Arbeitgebernebenkosten (Sozialabgaben, Urlaub, Krankheit, Equipment, Büro) liegen die Gesamtkosten bei 65.000–95.000 EUR pro Jahr – das entspricht ca. 5.500–8.000 EUR pro Monat.
Wie lange dauert das Onboarding einer Agentur?
Typischerweise 2–4 Wochen für das initiale Setup: Übergabe der Brand Guidelines, Erstellung oder Übernahme der Templates, erste Testprojekte mit Feedback-Schleifen. Nach 1–2 Monaten läuft die Zusammenarbeit in der Regel reibungslos.

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